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Tagebuch Ferienfahrt Berlin 2017 PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Judith Pitz, Stefan Spohr   
Samstag, den 15. Juli 2017 um 19:57 Uhr

 

Hier findet ihr unser gewohntes Tagebuch der diesjährigen Ferienfahrt. 2017 sind wir zu Gast in unserer Hauptstadt Berlin. Dort werden wir vom 16.07. bis 30.07.2017 unsere Zelte auf dem Jugendzeltplatz Saatwinkel aufschlagen. Wir wünschen wie immer viel Spaß und Unterhaltung beim lesen und werden versuchen mit regelmäßigen Updates alle auf dem Laufenden zu halten.

 

 

 

 

Vorabtour - 12.07. - 15.07.2017

 

Bevor unsere gemeinsame Ferienfahrt starten kann, stand unsere sogenannte Vorabtour auf dem Plan. In den letzten Jahren hat es sich bewährt, dass eine Gruppe Betreuer bereits einige Tage vorher anreist und das Zeltlager vorbereitet. So auch in diesem Jahr. Bereits am Mittwochmorgen um 5 Uhr machten sich 6 Jugendwarte mit zwei Fahrzeugen und zwei Anhänger auf dem Weg nach Berlin. Im Gepäck waren bereits sämtliche Zelte, die Küchenausstattung und einiges an Reisegepäck. Da die Anreise (fast) ohne weitere Schwierigkeiten erfolgte, waren wir bereits um 13.30 Uhr in Berlin auf dem Zeltplatz. Lediglich der unterschiedliche Spritverbrauch der Fahrzeuge sorgte dafür, dass zwischendurch die Fahrzeuge die Anhänger tauschen mussten. Gewicht und Windwiederstand der beiden Gespanne waren doch sehr unterschiedlich. Einem zügigen Aufbau vor Ort standen dann aber 2 Probleme gegenüber. Einerseits regnete es ununterbrochen, andererseits war die vorgesehene Zeltfläche noch von einer anderen Jugendgruppe mit vielen kleinen Campingzelten besetzt. Diese Probleme führten dazu, dass uns der Platzwart anbot, in einem der kleinen platzeigenen Zelte auf kleinen Betten zu übernachten. Dies wurde auch zunächst angenommen. Da uns diese Lösung allerdings nicht gefiel (und vor allem weil die Zelte und Betten „mieften“) entschlossen wir uns während des Abendessen in der Berliner Innenstadt, dann doch noch mindestens ein Zelt aufzustellen um im "eigenen Heim" zu übernachten. Gesagt, getan: Wir begannen also abends um 21.30 dann doch noch ein Zelt aufzustellen. Und da unsere Platznachbarn von unserem Zelt so begeistert waren, stellten wir für sie gleich noch ein weiteres auf. So ein Großraumzelt bietet ja auch wesentlich mehr Komfort als ein kleines 2-Personenzelt. So verbrachten wir die erste Nacht doch noch bequem im eignen Zelt.

 

Der Donnerstag war nach einem schnellen Frühstück geprägt vom Aufbau der restlichen Zelte. Da die Zeltfläche natürlich immer noch belegt war, wurden die Zelte nebenan aufgebaut, so dass wir diese nach Abreise der Gruppe am Freitagmittag nur noch an die vorgesehene Position umsetzen mussten. Immerhin regnete es nicht mehr. Danach wurde Material entladen und wir machten eine Einkaufstour um uns zu versorgen. Diese verlief allerdings etwas Chaotischer als wir uns das vorgestellt hatten. Ein angesteuerter Supermarkt befand sich leider in einem Einkaufszentrum mit Parkhaus. Und Parkhäuser sind ja bekanntlich Todfeinde von Mannschaftstransportfahrzeuge. Ein tolles Abendessen mit Frikadellen, Reis und Salat sorgte am Abend dann für zufriedenen Betreuer. Außerdem konnte sich unser Chefkoch Tim endlich eine eigene Kochjacke zulegen, was ihn sehr glücklich machte. Mehrere Runden Riesen-Jenga sorgten schließlich auch für ausgelassene Stimmung.

 

Am Freitag hofften wir, dass wir nach dem Frühstück zeitnah mit dem Umsetzen der Zelte loslegen konnten. Allerdings war die andere Jugendgruppe „etwas träge“, so dass wir uns genötigt sahen, ab 9 Uhr mit lauter Musik den Langschläfern etwas nachzuhelfen und das geliehene Zelt einfach von den Einwohnern wegtrugen. Schließlich konnten wir gegen Mittag unsere endgültigen Positionen beziehen und alle Zelte für die nächsten zwei Wochen sichern. Außerdem wurde eingekauft, um sowohl uns Betreuer für diesen Abend als auch die Jugendfeuerwehr am kommenden Wochenende zu versorgen. Zur Belohnung gab es an diesem Abend selbstbelegte Pizza für die Jugendwarte.

 

Schließlich musste sich das Vorabteam am Samstagmorgen trennen. Während Tim und Philipp zur Bewachung und zur weiteren Vorbereitung in Berlin blieben, fuhren die anderen um 8 Uhr mit beiden Fahrzeuge und Anhänger zurück nach Jülich. Eine exakte Spritplanung sorgte dafür, dass beiden Fahrzeuge gegen 16.30 Uhr mit blinkeder Reserveanzeige die Tankstelle in Jülich und danach die Feuerwache erreichten. Dort hatten mittlerweile die übrigen Jugendwarte die restlichen Fahrzeuge vorbereitet, so dass wir an diesem Abend das Gepäck aller Teilnehmer bereits einsammeln konnten. Schließlich standen 5 Fahrzeuge und ein Anhänger reisefertig auf dem Hof der Feuerwache, wo am nächsten Morgen unsere gemeinsame Reise starten wird. In Berlin waren unsere „Zurückgebliebenen“ auf den ÖPNV und ihre eigenen Füße angewiesen, um die letzten Besorgungen fürs Wochenende zu treffen. Einige Regenschauer in Berlin sorgten allerdings nicht gerade für Begeisterung und fesselte die beiden an diesem Abend an den Zeltplatz, wo sie einen entspannten und (wahrscheinlich auch den letzten) ruhigen Abend für die nächsten 2 Wochen verbrachten.

 

 

Tag 1 – Sonntag, 16.07.2017 – Eine ganz „normale“ Anreise

 

Am frühen Morgen um 8 Uhr standen alle Kids und Betreuer abfahrbereit auf der Feuerwache, wo wir uns von Eltern, Geschwistern und Freunden verabschiedeten. Dann machten wir uns erneut auf den Weg nach Berlin. Diesmal mit allen 5 MTFs und einem Anhänger. Der Hinweis, vor der Abfahrt nochmals die Toilette aufzusuchen, hielt nur ca. 120 km, ehe wir unseren ersten spontanen Zwischenstopp einlegen mussten. Danach verlief die Anreise bis zum Mittag reibungslos. Nach einer längeren Mittagspause bei Porta Westfalica wurde gegen 13 Uhr die restliche Strecke in Angriff genommen. Kurz vor dem Berliner Autobahnring und 60 km vor unserem Ziel kam dann allerdings Chaos auf. Sina musste zur Toilette, so dass lediglich ein Fahrzeug einen Parkplatz ansteuerte. Der Rest rollte langsam weiter und sollte von dem einzelnen Fahrzeug dann eigentlich zeitnah wieder eingeholt werden können. Allerdings war auf der ursprünglich geplanten Route ein längerer Stau. In diesen fuhr die vorrausfahrende Gruppe nun mitten hinein. Das zurück gebliebene Fahrzeug wurde von Navi allerdings auf einen anderen, längeren aber schnelleren Weg zum Zeltplatz geschickt. So erreichte schließlich das „letze“ Fahrzeug den Zeltplatz mit ca. 20 Minuten Vorsprung vor der restlichen Gruppe, die gegen 17.00 Uhr eintrudelten. Nun konnte es endlich los gehen. Die Fahrzeuge wurden entladen, die Zeltbelegung festgelegt und schließlich bauten alle ihre Schlafplätze auf und richteten sich für die nächsten 2 Wochen ein. Das Küchenteam kümmerte sich unterdessen um das Abendessen. Tim und Philipp hatten Gyros-Suppe für alle vorbereitet, die nun seinen letzten Schliff bekam. Der Tag endete schließlich mit einer gemeinsamen Runde aller Kids und Betreuer, um Regeln und Verhaltensweisen für unsere Ferienfahrt zu klären. Gegen 23 Uhr war dann Nachtruhe befohlen.

 

 

Tag 2 – Montag, 17.07.2017 – Der Spiele- und Gemeinschaftstag

 

Nach einem anstrengenden ersten Anreisetag starteten wir heute mit dem Frühstück um 9 Uhr in der früh. Es gab wie gewohnt Brötchen und Eier sowie eine reichhaltige Auswahl an Aufschnitt, Marmelade, Müsli und vieles mehr. Traditionsgemäß steht unser erster Tag auf dem Platz immer im Zeichen von Gruppen- und Gemeinschaftsspielen. Zu allererst wurden Kennenlernspiele durchgeführt, bis jeder die Namen der anderen im Schlaf konnte. Danach gab es die bekannten Gemeinschaftspiele, ehe wir den Rest des Tages mit verschiedenen Aktivitäten auf dem Zeltplatz verbrachten. Highlight war sicherlich eine Mensch-ärgere-dich-nicht in Lebensgröße, welches Katrin in mühevoller Kleinarbeit auf 4 Bettlaken selber aufgezeichnet hatte. Da es heute angenehm warm war, nutze ein Teil der Jugendlichen auch die Gelegenheit, zum Tegeler See zu gehen und einen Sprung ins kühle Nass zu wagen. Eine weitere Gruppe von Kids sammelte Feuerholz für abendliche Lagerfeuer. Währenddessen wurde fürs Abendessen der nächten beiden Tage eingekauft, da wir am nächsten Tag keine Gelegenheit dazu finden werden. Von diesem Einkaufstrip wurde auch eine schicke rote Kordel mitgebracht. Aus dieser Kordel und einigen Holzpfosten zimmerten sich die Jugendwarte einen kleiner „Vorgarten“ vor ihrem Zelt. Ziel dieser Aktion war es, die zahlreichen Jugendlichen zu vertreiben, die ihren „Gammelplatz“ trotz einer riesigen Wiese und Zeltplatzfläche aus unerklärlichen Gründen immer direkt vor dem Ausgang des Betreuerzelts aufschlagen müssen. Sofort stellte sich auch der gewünschte Erfolg der Maßnahme ein. Zum Abendessen wurden dann Hamburger gegrillt und durften selber belegt werden. Dazu gab es Pommes aus dem Ofen und Salat. Zum Nachtisch gab es dann etwas zu feiern. Katharina gab auf ihren Geburtstag ein Eis aus. Im Gegenzug bekam sie ein Geburtstagsständchen. Der Tag endete nach den üblichen Aufräumarbeiten schließlich am Lagerfeuer, bis erneut gegen 23 Uhr Nachtruhe angesagt war.

 

 

Tag 3 – Dienstag, 18.07.2017 – Berlin radelnd erkunden

 

Unser heutiger Tag startete bereits um 7:30 mit einem gemütlichen Frühstück. Es musste zügig gehen, da wir mit Bus und Bahn nach Berlin Kreuzberg wollten, wo gegen 10:30 Uhr unsere Stadtführung starten würde. Allerdings zogen sich das Frühstücken und die Gruppeneinteilung so weit hin, dass unsere Abreise gegen 9 Uhr ziemlich in Gefahr geriet. Besonders die Beleidigte, die mit der Gruppeneinteilung für die Führung nicht einverstanden waren und auf stur und bockig schalteten, machten uns an diesem Morgen das Leben schwer. Schließlich blieben 3 bockige Kids mit einer Aufsichtsperson zurück, während der Rest sich auf den Weg in die Innenstadt machte. Zum Glück kam der Bus ein paar Minuten zu spät, so dass wir trotzdem noch rechtzeitig unser Abenteuer starten konnten. Mit Bus, U-Bahn und Straßenbahn erreichten wir rechtzeitig unseren Treffpunkt für Berlin on Bike in der Kulturbrauerei. In drei Gruppen ging es anschließend mit je einem Fremdenführer radelnd durch die Innenstadt. Auf unterschiedlichen Wegen erkundeten die drei Gruppen die Sehenswürdigkeiten unserer Hauptstadt. So ging es vorbei am Mauermuseum, dem Brandenburger Tor, dem Reichstag und Bundeskanzleramt, der Museumsinsel, dem Holocaust Mahnmal, der Potsdamer Platz und Alexanderplatz, Checkpoint Charly und vielen anderen zahlreichen interessanten Orten. Unsere Führer berichten ausführlich über alle Objekte und beantworteten geduldig alle Fragen. Während einer Pause viel besonders Luca durch besonders Pech auf. Gleich zweimal rutschte ihm seine Eiskugel von der Waffel und hinterließ dekorative Flecken auf dem Boden. Nach dreieinhalb Stunden und zahlreichen Kilometer trafen wir uns erschöpft aber glücklich wieder am Startpunkt aufeinander. Von da aus fuhren wir erneut mit der U-Bahn zum Alexanderplatz, wo wir die Zeit bis 17 Uhr für einen Stadtbummel nutzten. Danach ging es erneut mit S-Bahn, U-Bahn und dem Bus zurück in Richtung Zeltplatz. Da wir schließlich noch knapp 20 Minuten auf den nächsten Bus warten mussten, beschlossen Felix, Yannick, Lukas und Tyrone die letzten knapp 4 Kilometer zu Fuß zurück zu legen. Schließlich kamen die 4 ziemlich Zeitgleich mit den Busfahrern am Zeltplatz an. Unterdessen hatten die Zurückgebliebenen ein paar „Aufgaben“ zu erledigen, um über ihr Verhalten nachzudenken. Neben der Küche wurden auch die Fahrzeuge und die Toiletten gesäubert. Außerdem mussten sie den restlichen Abwasch erledigen. Und zur Krönung schlug eine Gartenbaufirma auf dem Zeltplatz auf, die einen Baum neben unserem Küchenzelt fällen musste. So durften sie auch noch das Zelt ausräumen, abbauen und später wieder aufbauen und einräumen. So kam bei ihnen auch keine Langeweile auf, bis der Rest der Gruppe gegen 18 Uhr wieder auf dem Zeltplatz aufkreuzte. Zum Abendessen gab es dann schließlich Spinat mit Kartoffelpüree und Fischstäbchen. Danach endete der Tag gemütlich und Entspannt am Lagerfeuer, ehe um Mitternacht alle in ihren Betten lagen.

 

 

Tag 4 – Mittwoch, 19.07.2017 – es wird heiß

 

In dieser Nacht hatten wir ein paar „Gäste“ auf dem Zeltplatz. Mit einer Babyblase wird man nachts genötigt, auf Toilette zu gehen. Bei einem dieser Gänge, sorgte lautes rascheln von den Mülltonnen her für Neugierde. Dort machte sich eine Gruppe von Waschbären über die Reste her. Eine Handy konnte diese nächtliche Szene zum Glück dokumentieren. Gegen die putzigen Tiere hilft leider auch kein Zaun rund um den Zeltplatz. Nach einem langen und anstrengenden Tag durften wir heute ausschlafen. Erst um 9:30 Uhr wurde gefrühstückt, dafür aber umso ausführlicher mit Bacon und Spiegeleiern. Unterdessen hatten wir hatten wir auch unsere ersten beiden Fälle fürs Krankenhaus. So fuhren Tim und Katrin mit Lasse und Yannick gegen Mittag zur ärztlichen Untersuchung, während der Rest einen entspannten Tag auf und um den Zeltplatz verbrachte. So ging eine Gruppe gegen Mittag durch den Wald hinüber zur Einflugschneise des nahen Flughafens Tegel. Dort beobachteten wir eine ganze Weile die starteten und landeten Maschinen auf dem Rollfeld. Später machte sich ein Teil der Jugendlichen und Betreuer dann erneut auf dem Weg zum See. Bei heißen Temperaturen brachte der Tegeler See eine willkommene Abkühlung. Später spielten wir noch gemeinsam Capture the flag auf dem Platz oder nutzen eines der vielen Gemeinschaftspiele um uns die Zeit bis zum Abendessen zu vertreiben. Zum Abendessen gab es dann ein typisches Berliner Gericht: Die Currywurst, zusammen mit Kartoffelecken und Pudding als Nachtisch. Außerdem wurde der Platz von Müll befreit. Schließlich endete der Tag wieder gemütlich am Lagerfeuer. Da für den nächsten Tag erneut ein Ausflug geplant ist, wurde die Nachtruhe auf 23 Uhr gelegt.

 

 

Tag 5 – Donnerstag, 20.07.2017 – Am ehemaligen Flughafen Tempelhof

 

Erneut war frühes wecken angesagt. Der Grund für frühes Aufstehen ist immer wieder der Gleiche: wir haben etwas vor. Im heutigen Fall ging es zum ehemaligen Flughafen Tempelhof. Natürlich fuhren wir wieder mit Bus und Bahn dorthin. Dort angekommen erwarteten uns auch schon zwei Guides, die uns durch den Flughafen führten. Gemeinsam erkundeten wir die Geheimnisse des Flughafens und gingen zahlreichen Mythen auf den Grund. Wir starteten auf der Dachterrasse des Gebäudes, von wo es einen tollen Ausblick über Berlin gab. Weiter ging es in die ehemalige Abfertigungs- und Empfangshalle. Nach einem Blick aufs Vorfeld ging es nun an die geheimen und unbekannten Ecken des riesigen Gebäudes. Wir lernten das ehemalige Filmarchiv kennen, das gegen Ende des 2. Weltkriegs nach einer misslungenen Türöffnung ausbrannte. Außerdem erfuhren wir, wie die Amerikaner im Laufe des kalten Kriegs den Flughafen umbauten. So befindet sich bis heute sogar ein Basketballfeld im Gebäude und es waren mehrere Bowlingbahnen installiert. Das alles diente dazu, die amerikanischen Soldaten auf der TAB (Tempelhof Air Base) zu beschäftigen und bei Laune zu halten. Außerdem gab es viele Infos über die Architektur der Gebäude. Den Abschluss bildeten die Bedeutung des Flughafens im Rahmen der Luftbrücke und die Herkunft des Wortes „Rosinenbomber“. Nach 2 Stunden endete dann die sehr interessante Führung, bei der wir sicherlich nur ansatzweise die Geheimisse des Flughafens kennengelernt haben. Nach einem gemeinsamen Foto am Luftbrücken-Denkmal ging es für Fast alle erneut in die Stadt. Ziel war diesmal der Kurfürstendamm. Dort machten wir in kleinen Gruppen für ca. 3 Stunden einen Stadtbummel, während Stefan mit Lasse nochmal einen Abstecher zum Krankenhaus unternahm. Nach einer kurzen Nachkontrolle bei Lasse stießen die beiden mit leichter zeitlicher Verzögerung dann auch noch zum Rest der Jugendfeuerwehr. Am späten Nachmittag fuhren wir mit der Bahn zurück zum Zeltplatz. Dort musste zunächst der Spüldienst von Frühstück noch nachgeholt werden. Währenddessen wurde das Abendessen vorbereitet. Das Küchenteam hatte was ganz besonderes vorbereitet. Es gab Rinderbraten mit Knödel und Rotkohl. Nach dem Essen und Aufräumen trafen wir uns gegen Ende des Tages wieder am Lagerfeuer. Dort machten wir eine erste Feedback Runde und die Kids gaben ihre Eindrücke der ersten Tage wieder. Da am nächsten Tag kein Ausflug geplant ist, wurde die Nachtruhe auf halb eins gelegt. Allerdings schafften nur wenige Kids, so lange wach zu bleiben, da wir doch einen sehr anstrengenden und langen Tag hinter uns hatten.

 

 

Tag 6 – Freitag, 21.07.2017 – Besucher über Besucher

 

Nach einem Ausflugtag, erfolgt üblicherweise immer ein Tag zum Aufräumen, Entspannen sowie für Spiele auf dem Zeltplatz. So konnten wir den Tag locker angehen und ausschlafen. Pünktlich zum Frühstück standen mit Tanja, Sascha und Timo auch schon die ersten Wochenendgäste auf der Matte. Nur wenige Stunden später ließ sich unser künftiger Wehrleiter Swen mit seinen Kindern einfliegen. Sie alle werden uns bis Sonntag begleiten. Nach dem ausführlichen Frühstück und einer notwendigen Einkaufstour fürs Wochenende widmeten wir uns erneut den Gemeinschaft- und Sportspielen. Die Kids mussten in verschiedenen Aufgaben ihre Teamfähigkeit unter Beweis stellen. Anschließend wurden gemeinsame verschiedene Sport- und Spaß-Spiele absolviert. Unterbrochen wurde das Ganze nur von kurzen Pausen, die wir zur Stärkung nutzen. Da Luca Geburtstag hatte, ließ er es sich nicht nehmen eine Auswahl an Süßwaren aus einem nahegelegenen Süßwarenladen auszusuchen und alle damit zu versorgen. Währenddessen nutzte Lasse die Gelegenheit, um sich zum dritten Besuch von Nadine und Tanja ins Krankenhaus fahren zu lassen. Zurück kam er nach vielen Stunden warten mit Medikamenten gegen Allergie, die endlich den ersehnten Erfolg bei ihm

einstellen. Als nächste Gäste schauten nun Lottes Eltern vorbei, die aus terminlichen Gründen in Berlin verweilten. Sie brachten Donuts zum Abendessen vorbei, wofür wir uns ganz herzlich bedanken wollen. Außerdem wurde die Gelegenheit genutzt, um im Wald einen langen Stamm zu suchen, um endlich unsere JF Fahne aufzuhängen. Zum Abendessen bereitet das Küchenteam dann Schnitzel bzw. Cordon Bleu vor. Dazu gab es Reis, Brokkoli und zum Nachtisch noch die Donuts. Schließlich sollte am Abend auch noch Judith einfliegen, die leider nur die zweite Woche mit uns verbringen kann. Sie wurde von einem Team persönlich am nahegelegen Flughafen Tegel abgeholt. Und schließlich endete der Tag erneut in bester Jugendfeuerwehr-Manier am Lagerfeuer. Dort durfte erneut bis Mitternacht zusammen gesessen werden.

 

 

Tag 7 – Samstag, 22.07.2017 – Drachenboot und Wasserschlacht

 

Der heutige Tag begann gegen 9 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück. Neben den üblichen „Frühstücksutensilien“ gab es heute auf Wunsch einiger Kids auch Pfannkuchen, welche von Yannick und Kai zubereitet wurden. Nach anfänglichen Schwierigkeiten bei der Teigzubereitung (eigentlich sollten 2,5 kg Teig zubereitet werden, am Ende waren es über 4 kg ), lief das Backen der Pfannkuchen fast wie von alleine. Naja, fast. Durch die große Menge an Teig artete das eigentlich so einfache und schnelle backen von Pfannkuchen in eine Art „Pfannkuchenschlacht“ aus. Nach über zwei Stunden Pfannkuchen wenden, Butter schmelzen und säubern der Küche waren Kai und Yannick froh, dass sie die Örtlichkeit Küche nun endlich verlassen durften. Gegen 11:45 Uhr starteten wir nach Grünau, wo wir nach einer etwas verwirrenden Anreise (wir fuhren mehrmals an unserem Ziel vorbei) bereits von zwei netten Herren empfangen und auf die Drachenboote eingewiesen wurden. Nachdem die Gruppen eingeteilt und die Boote zu Wasser gelassen wurden, konnte der Spaß beginnen. Auf der Regattastrecke Berlin-Grünau paddelten wir nicht nur um die Wette, sondern lernten auch einiges über die richtige Paddeltechnik. Nach ca. 1,5 Stunden auf dem Wasser wurde es spannend. Auf den letzten 600 Metern führten wir zwei 200 Meterrennen durch. Indirekt hieß dies: das Duell der Chefs. Schlussendlich konnte Tims Boot sich mit 2:0 gegen Stefans Besatzung durchsetzen. Anschließend wurden die Boote aus dem Wasser geholt, gereinigt und wieder an die dafür vorgesehenen Stellplätze gefahren. Passend zum Schlusswort des Veranstalters zog eine Unwetterfront mit Starkregen auf, welche nicht nur Berlins Straßen, sondern auch Teile unseres Zeltplatzes flutete. Offene Zeltfenster sorgten dafür, dass nicht nur die Zelte über eigene „Teiche“ verfügten, sondern auch Schlafplätze und Klamotten nass wurden. So wurde die Zeit bis zum Abendessen mit dem trockenlegen der Zelte, Schlafplätze und Klamotten genutzt. Nachdem die Wasserschlacht beendet war, wurde zum Essen gerufen. Gereicht wurden Spaghetti Bolognese ala Tim sowie Salat. Zum Nachtisch gab es dann Herrencreme (natürlich ohne Alkohol ;-) ) . Da das Wetter sich wieder etwas beruhigt hatte und der Platz auch wieder halbwegs trocken war, tobten die Kids den Rest des Abends über den Platz oder saßen an der Feuerstelle. Zum Abend hin merkte man, dass das Drachenbott fahren unseren Kids scheinbar sehr zugesetzt hatte. Obwohl keine Nachtruhe befohlen wurde, lagen die meisten Kids bereits gegen 23 Uhr erschöpft in ihren Kojen. Die Jugendwarte ließen den Abend gemütlich bei einer „Witze-Parade“ ausklingen.

 

 

Tag 8 - Sonntag, 23.07.2017 – Programm für Groß und Klein

 

Der Tag startete aufgrund einer aufziehenden Gewitterfront eher ungemütlich. Die meisten Kids und Betreuer konnten sich aufgrund des Regens nicht dazu überwinden das warme Bett zu verlassen. Gegen 10:15 Uhr wurde dann zum Brunch gerufen. Neben Brötchen, Aufschnitt und Toast wurde auch Bacon und Spiegelei gereicht. Auch gesundes Obst wie z.B. Nektarinen und Wassermelone waren an unserem Buffet zu finden. Nach dem Frühstück wurden die Kids nach Alter und Aktivität aufgeteilt. Der Grund dafür: der Besuch des ehemaligen Konzentrationslagers Sachsenhausen. Zwar gibt es seitens der Gedenkstätte keine Altersvorgabe, uns war es jedoch wichtig dass wir lediglich die Jugendlichen mitnehmen, die mindestens 14 Jahre sind und sich emotional dazu in der Lage fühlen. Natürlich durften auch die Kids unter 14 Jahren nicht zu kurz kommen. Für sie wurde ein Besuch im Loxx sowie im Technikmuseum Berlin organisiert. Im ehemaligen Konzentrationslager wurden die Jugendlichen und ihre Betreuer über die schrecklichen Taten aufgeklärt, welche an diesem Ort ausgeübt wurden. Für alle war es ein mehr als beklemmendes Gefühl als wir in eine Wohnbaracke gebeten wurden. Besonders schockiert waren wir von den „medizinischen Untersuchungen“, welche an den Häftlingen in Sachenhausen durchgeführt wurden. Während die Gruppe im KZ nachdenklich über das dort geschehene die Heimreise antrat, war die Stimmung im Loxx und im TechnikMuseum ausgelassen. Vor allem die Kids waren vom „Miniatur-Berlin“ mehr als angetan. Gegen 17 Uhr kehrten beide Gruppen auf den Zeltplatz zurück. Das Küchenteam begann bereits mit den Vorbereitungen für das Abendessen als uns Svens Frau Carola einen kurzen Besuch abstattete. Zum Abendessen wurde dann Geschnetzeltes mit Reis oder Nudeln sowie Eisbergsalat gereicht. Nachdem gespült und aufgeräumt war, begaben sich Kids und Betreuer ans Lagerfeuer. Um 23 Uhr wurde schlussendlich Nachtruhe befohlen. Eine kleine Gruppe interpretierte das Wort „Nachtruhe“ scheinbar neu und entschloss sich, einen Stuhltreff hinter einem Zelt zu veranstalten. Neu-Betreuer Leon ertappte die Gruppe und sorgte dafür das wir Lotte, Yannick, Michelle, Dustin und Adrian als Gäste in unserem Vorzelt begrüßen durften. Der restliche Abend verlief ruhig und die Betreuer ließen den Abend gemütlich am Lagerfeuer ausklingen.

 

 

Tag 9 – Montag, 24.07.2017- Stadtrally durch Berlin

 

Der heutige Tag begann bereits um 8 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück. Gegen 10 Uhr brachen wir in Richtung Alexanderplatz auf um mit dem extra angeschafften Stadtspielboxen eine Stadtrally durchzuführen. Die Kids und Betreuer teilten sich in sechs Gruppen auf und erhielten jeweils eine Stadtspielbox in verschiedenen Ausführungen. Während die Betreuer sowie und zwei weitere Gruppen die Box mit 16 Aufgaben erhielten, gab es für zwei Gruppen die Kids-Version mit 12 Aufgaben. Route 1 startete an der russischen Bootschaft, führte durch das Regierungsviertel bis hin zur Siegessäule. Route 2 sowie die Kinderrouten startete an der Weltuhr am Alexanderplatz und führte über die Museumsinsel, am deutschen und französischen Dom vorbei bis hin zum Checkpoint Charlie. Während der Rally hatten die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit sich die Sehenswürdigkeiten anzuschauen sowie in Souvenirshops und Shopping-Centren zu stöbern. Gegen 18 Uhr traten wir den Heimweg an, der sich im Berliner Berufsverkehr jedoch etwas schwierig gestaltete. Die U-Bahnen waren mehr als überfüllt und sorgten für ein „kuscheliges Ambiente“ im Zug. Als wir um 19:30 Uhr den Zeltplatz erreichten, begann es bereits leicht zu regen. Zum Abendbrot wurden aufgrund der Wetterlage und der Tagesplanung lediglich Sandwiches und Brühwürstchen mit Brötchen gereicht. Lobend erwähnen muss man unsere „Vorzeltgruppe“ vom Vorabend. Sie zeigten Reue und bereiteten gemeinsam mit Nadine das Abendessen zu, kümmerten sich um den Abwasch und räumten die Küche auf. Gegen 22 Uhr fuhr Sven mit Felix ins Krankenhaus, da dieser unglücklich auf sein Knie stürzte. Gegen 1:30 Uhr kehrten Sven und Felix zurück. Er hatte sich glücklicherweise nur eine Prellung sowie eine kleine Fleischwunde zugezogen. Da es den gesamten Abend und auch die Nacht regnete, fiel das Lagerfeuer im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Die Nachtruhe wurde auf 24 Uhr gelegt.

 

 

Tag 10 – Dienstag, 25.07.2017 – Regenwetter und Schwimmbadbesuch

 

Der heutig Morgen begann so, wie der Vorabend aufhörte: mit Regen! Aus diesem Grund wurde erst gegen 10 Uhr gefrühstückt, da nur wenige Mutige den Weg aus dem Zelt fanden. Nachdem die Betreuer über den Tagesverlauf beratschlagten und die Kids gespült hatten stand fest, dass wir den heutigen Tag in einem Schwimmbad verbringen werden. Zu unserer Überraschung verfügt Berlin über kein „Jugendfeuerwehrtaugliches“ Freizeitbad, weshalb wir kurzerhand ins „Blu“ nach Potsdam fuhren, welches erst vor zwei Monaten Eröffnung feierte. Dort wurde drei Stunden lang getobt, gerutscht oder auch einfach nur entspannt. Gegen 17:45 Uhr traten wir die Heimreise an, welche etwas spektakulärer ausfiel. Während Tim und Stefan es mit ihrer Fahrweise und vor allem „Blinkweise“ schafften Nadine auf die Palme zu bringen, fuhr diese irgendwann wutentbrannt und total entnervt von der Autobahn ab. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass diese Entscheidung Früchte trug. Während die anderen MTF’S im Stau standen, kam Nadine’s Auto ca. 20 Minuten vorher am Zeltplatz an. Als auch die restliche Truppe am Zeltplatz aufschlug, begann eine Gruppe von Kids das Essen vorzubereiten. Da dieses Jahr kein „Perfektes Lagerdinner“ stattfindet, äußerte eine kleine Gruppe den Wunsch, wenigstens einmal selber kochen zu dürfen. Diesem Wunsch gingen wir selbstverständlich nach und wurden daraufhin mit Nudel-Schinkengratin und Erdbeerquarkcreme verwöhnt. Da das Wetter noch immer ziemlich unbeständig war und die Kids ziemlich k.o. waren wurde der heutige Spüldienst von den Betreuern übernommen. Nach knapp 20 Minuten waren nicht nur das komplette Geschirr, sondern auch alle Töpfe, Pfannen und Behälter gespült. Dank Judith bekam der Spruch „Das kann auch ins Auge gehen“ eine ganz neue Bedeutung. Während Tim ihr das nasse Handtuch lediglich auf die Wade „ziehen“ wollte, zog Judith ihm das Handtuch versehentlich quer durchs Gesicht.. Gegen 23:30 Uhr wurde Nachtruhe befohlen, da es am morgigen Tag wieder in die Berliner Innenstadt gesehen sollte.

 

 

Tag 11 - Mittwoch, 26.07.2017 – Ein bisschen Kultur

 

Der heutige Tag startete um 9 Uhr mit einem ausgiebigen Frühstück. Das heutige Programm konnten die Kids nach Lust und Laune selber wählen. Während eine Gruppe das Naturkundemuseum besuchte, fuhr eine andere Gruppe in das deutsche Technikmuseum Berlin. Aufgrund des anhaltenden Regens und des überfluteten Weges vor dem Zeltplatz entschlossen wir uns, mit den MTF’S bis zur Bushaltestelle zu fahren. Unsere Gruppe schien viel Aufsehen zu erregen, da Stefan während des Ticketkaufes im Bus von einem Polizisten gefragt wurde ob denn alles okay sei. Die Begründung des Polizisten: der Bus würde sehr ungewöhnlich stehen. Weiter ging es dann mit der U-Bahn, in der sich unsere Gruppe an der Haltestelle „Naturkundemuseum“ trennte. Am Naturkundemuseum angekommen wurden wir von einer langen Schlange empfangen. Bei diesem regnerischen Wetter hatten scheinbar nicht nur wir die Idee in trockene Museen zu flüchten. Doch das anstehen lohnte sich. Neben Knut dem Eisbären wurden auch Dinosaurier, Leoparden, Spinnen und Pflanzen ausgestellt. Vor allem die kleineren Kids waren von dem riesigen T-Rex beeindruckt. Die Gruppe, welche den Tag im Technikmuseum verbrachte hatte mehr Glück. Sie mussten lediglich 5 Minuten anstehen (wohlgemerkt im trockenen). Im Technikmuseum erwartete uns bereits Swen, welcher mit seinen Kindern ebenfalls in Berlin verweilte. Neben Schifffahrt und Luftfahrt, entdeckten wir auch einige sehr alte Dampfloks, welche vor allem Tim interessierten. Des Weiteren lernten wir einiges über die Herstellung von Zucker und über die Textilindustrie kennen. Gegen 15 Uhr machten wir uns dann zur „Mall of Berlin“ auf, wo wir die Gruppen wieder zusammenführten. Auch hier konnten die Kids wählen, ob sie in der Mall of Berlin verweilen oder ins „Holocaust-Mahnmal-Museum“ wollen. Eine Gruppe von Jugendwarten machte sich derweil schon wieder auf den Heimweg um die letzten Besorgungen für das Abendessen zu tätigen. Nachdem alles erledigt war, begann das Küchenteam zu kochen. Heute Abend wurden Bratkartoffel mit Porree und Frikadellen gereicht. Zum Nachtisch gab es dann wahlweise Schoko- oder Vanillepudding. Nachdem die Küche gesäubert und das Geschirr gespült war, ließen alle den Abend gemütlich ausklingen.

 

 

Tag 12 - Donnerstag, 27.07.2017 – Lasertag und Minigolf

 

Der heutige Morgen startete ausnahmsweise ohne Regen. Nachdem ausgiebig gefrühstückt wurde, begannen die ersten Diskussionen des Tages. Da sich lediglich ein Kind freiwillig zum Spülen, aufräumen und Sanitäranlagen putzen meldete, beschlossen die Betreuer alles alleine zu erledigen. Da diese Arbeiten sich sehr in die Länge zogen, verzögerte sich auch die für heute geplante Aktivität. Des Weiteren besuchten Nadine und Stefan mit Julia und Angel im Schlepptau mal wieder das örtliche Krankenhaus. Nachdem auch die „Einkäufer“ und „Krankenhausleute“ zurück auf dem Zeltplatz waren, konnten wir gegen 16 Uhr in Richtung Dockx aufbrechen. Hier konnten die Kids wählen ob sie 3 Runden Lasertag oder 3D-Schwarzlicht-Minigolf spielen möchten. Der Großteil entschied sich für Lasertag, weshalb 4 Teams mit jeweils 7 Spielern gegründet wurden. Im Wechsel spielten immer zwei Teams 15 Minuten gegeneinander. Nach insgesamt 1,5 Stunden Lasertag und Minigolf wirkten alle Kids sichtlich erschöpft. Während unserer Abwesenheit kamen auch Michael und Simone samt GW-L auf dem Zeltplatz an. Da die Küchencrew um Tim und Philipp auf dem Zeltplatz geblieben war, wurde bereits kurz nach unserer Ankunft zum Essen gerufen. Heute Abend wurde Putencurry mit Reis und Salat gereicht was bei allen Kids sehr gut ankam. Da unsere Ferienfahrt sich dem Ende neigte, beschlossen wir unser Geschirr bereits komplett zu spülen und zu verlasten. Da die Kids nicht vom Boden essen sollen, wurde kurzerhand Plastikgeschirr besorgt. So mussten heute Abend lediglich die Töpfe und Messer gespült werden, welche zur Zubereitung des Essens genutzt wurden. Aufgrund der „Hilfsbereitschaft“ am Morgen sowie einer Disziplinarmaßnahme wurde die Bettruhe bereits auf 20:30 Uhr gelegt. Auch die Jugendwarte lagen bereits früh im Bett, da es am morgigen Tag zu unserem Bundestagsabgeordneten Thomas Rachel gehen sollte.

 

 

Tag 13 - Freitag, 28.07.2017 – Ein Besuch im Bundestag

 

Heute starteten wir Verhältnismäßig früh in den Tag. Der Grund: eine Einladung aus dem Bundestag. Der Bundestagsabgeordnete des Kreises Düren, Thomas Rachel, hatte uns zu einer persönlichen Diskussionsrunde in den Bundestag eingeladen. So wurde bereits gegen 7 Uhr gefrühstückt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten und Kids, welche es nicht allzu genau mit der Pünktlichkeit nahmen, schafften wir es schließlich doch den Bus zu erreichen. Nach einer Bahnfahrt zum Hauptbahnhof und einer Fahrt mit der U55 (die kürzeste U-Bahn Deutschlands), erreichten wir pünktlich das Paul-Löbe-Haus. Vor dem Einlass sorgte Judith für eine kurze Schrecksekunde. Während alle ihren gültigen Personalausweiß vorzeigen konnten viel ihr ein, dass ihr Personalausweis in einer anderen Tasche liegt. Diese befand sich jedoch auf dem Zeltplatz. Nachdem sie die Sicherheitsleute um Rat fragte, stellte sich heraus, dass sie auch mit ihrem Führerschein Zutritt in das Paul-Löbe-Haus sowie in den Bundestag erhält. Nach dem alle die Sicherheitskontrolle passierten, ein Gruppenfoto geschossen und letzte Fragen geklärt wurden, bat eine Dame uns in einen Raum, in dem wir gespannt auf Thomas Rachel warteten. Kurze Zeit später stand nicht wie geplant Herr Rachel, sondern eine Mitarbeiterin im Raum und bat uns vielmals um Entschuldigung. Herr Rachel war leider aus terminlichen Gründen verhindert und konnte den Termin nicht wahrnehmen. Nachdem die Stimmung zu kippen drohte, wurden wir in einen Ausschusssaal gebeten, wo wir der netten Dame unsere Fragen stellen konnten. Des Weiteren erhielten alle ein Grundgesetzt im Mini-Format sowie eine Postkarte. Nach einer Fragerunde wurden wir durch unterirdische Gänge in das Reichstagsgebäude gebracht, in dem wir bereits erwartetet wurden. Wir durften auf den Zuschauerrängen des Plenarsaals platznehmen und einem Vortrag beiwohnen. Wer jetzt denkt, wir hätten nur einen langweiligen Vortrag über den Bundestag und das Reichstagsgebäude gehört, der liegt falsch. Viele Betreuer und auch Kids waren sich einig, dass dieser Vortrag einer der besten und interessantesten Vorträge war, den sie je gehört haben. Die Mischung aus Spaß und Informationen war genau richtig. Nachdem der Vortrag beendet wurde, besichtigten wir noch die Reichstagskuppel, welche gleichzeitig einen beeindruckenden Blick über Berlin bot. Gegen 15 Uhr brach eine Gruppe aus Jugendwarten und Kids zum Zeltplatz auf um dort erste Vorbereitungen für die bevorstehende Abreise zu treffen. Eine andere Gruppe entschied sich dazu in der Stadt zu verweilen. Auf dem Zeltplatz wurde bereits das Küchenzelt abgebaut und auf dem GW-L verstaut. Auch sämtliche Küchenutensilien wurden gespült und verlastet. Zum Abend wurde dann Gulasch mit Nudeln und Salat gereicht, als Nachtisch gab es Pudding. Die Arbeiten am Küchenzelt sowie das verlasten der ersten Materialien dauerte bis in die Abendstunden. Trotzdem wurde gegen 21 Uhr ein Lagerfeuer entzündet, an dem gesungen, gelacht und Gitarre gespielt wurde. Gegen 24 Uhr wurde dann Nachtruhe befohlen. Aufgrund einer Großgruppe, welche seit dem heutigen Tag ebenfalls auf dem Zeltplatz campierte, gestaltete diese sich jedoch etwas schwieriger als sonst. Die Betreuer ließen den Abend mit einer Betreuerrunde und alten Anekdoten am Lagerfeuer ausklingen.

 

 

Tag 14 - Samstag, 29.07.2017 – Badespaß und Mr. X

 

Aufgrund der lauten Nachbarn wurde heute Ausschlafen „befohlen“. Gegen 10 Uhr saßen schlussendlich allen mehr oder weniger ausgeschlafen am Frühstückstisch. Auch heute konnten die Kids selber entscheiden, wie ihr Tag aussehen soll. Während eine Gruppe sich dazu entschied auf dem Platz zu bleiben und im Tagesverlauf den nahegelegenen Tegeler See zu besuchen, fuhr die andere Gruppe mit ein paar Betreuern in die Stadt um „MR.X“ zu spielen. Während die daheim gebliebenen ein Sonnenbad nahmen oder Adrian bis zum Kopf in Sand einbuddelten, wurde es in der Stadt spannend. 3 Gruppen suchten und jagten Jan und Kai, welche den Part des „MR.X“ übernahmen. Nach über zwei Stunden konnten Jan und Kai jedoch von einer Gruppe aufgegriffen werden. Während die Jugendwarte die Zeit mit einem Stadtspiel überbrückten, verbrachten die Kids Zeit in der „Mall of Berlin“. Gegen 16 Uhr ging es zurück zum Zeltplatz, wo sofort mit den Vorbereitungen für das Abendessen begonnen wurde. Heute Abend gab es Lasagne, wahlweise mit frischen oder passierten Tomaten. Scheinbar sorgte unsere Lasagne für Aufsehen, da wir mehrere neidische Blicke der Nachbarn verzeichnen konnten. Das es auch unseren Kids geschmeckt haben muss, zeigten die drei leeren Auflaufformen. Nach dem Essen wurden die restlichen Küchenutensilien gespült und das erste Gepäck auf dem Gerätewagen-Logistik verlastet. Traditionell findet am letzten Abend eine Feedbackrunde sowie die Verabschiedung von Jugendlichen statt. Beides stellte sich aufgrund der immer noch feiernden Nachbarn etwas schwieriger dar als in den Vorjahren. Die verkürzte Feedbackrunde fiel jedoch mehr negativ als positiv aus. Wie die Betreuer bereits vorher ahnten, wurde vor allem die Teamfähigkeit kritisiert, welche die Ferienfahrt 2017 von den vorherigen Ferienlagern unterschied. Trotzdem hieß es auch in diesem Jahr „Abschied nehmen“. Leon,Florian,Kai,Joshua,Felix,Dennis und Yannick werden bald in das 18. Lebensjahr vollenden und die Jugendfeuerwehr verlassen. Als Abschied erhielt jeder ein personalisiertes T-Shirt mit den Unterschriften der Jugendwarte. Joshua erhielt als Dank für seine Tätigkeit als Jugendsprecher seinen alten „verhunzten“ Stiefel, welcher ebenfalls von allen Betreuern unterschrieben wurde. Aufgrund der morgigen Abreise und des anstrengenden Tages wurde die Nachtruhe auf 24 Uhr gelegt.

 

 

Tag 15 – Sonntag, 30.07.2017 – Stau, Stau und noch mehr Stau

 

Der heutige Abreisetag begann für die Jugendlichen und Betreuer mit dem Laden des Gepäcks, welches bereits gegen 9:30 Uhr verlastet war. Aufgrund der Wetterlage entschieden wir uns dazu, den Zeltabbau zu unseren Gunsten zu verzögern. Der Grund: wegen der warmen Temperaturen konnten wir die Zelte trocknen lassen und sauber verlasten. Währenddessen gab es ein „Frühstück to go“ mit Brötchen, Brot, Aufschnitt und hartgekochten Eiern. Das anschließende Abbauen der Zelte dauerte jedoch aufgrund der „Hilfsbereitschaft“ der Kids mal wieder etwas länger. Während die Jugendwarte die Zelte fast komplett alleine abbauten, „gammelten“ die meisten Kids vor sich hin. So verzögerte sich die geplante Abreise auf 11:30 Uhr. Standesgemäß verabschiedeten wir uns mit Blaulicht und Martinshorn ehe wir gegen 12 Uhr die Autobahn erreichten. Nach gut 30 Minuten fahrt erreichten wir den ersten, kleineren Stau, welcher jedoch schnell passiert war. Kurz darauf kam es jedoch richtig dicke. Ein Stau über 14 Kilometer ließ uns (wenn überhaupt) im Schneckentempo Vorwärts kommen. Nach knapp 2 Stunden Stau fuhren wir den nächsten Rastplatz an um den Fahrern und Kids eine Mittagspause zu gönnen. Zum Eschrecken einiger stellten wir fest, dass wir nach knapp 4 Stunden Fahrt noch nicht mal die Hälfte der Strecke passiert hatten. Glücklicherweise verlief die restliche Heimreise (mit der Ausnahme von ein paar kleinen Staus) recht unspektakulär. Gegen 22:30 Uhr konnten Kids und Betreuer sichtlich erschöpft ihre Liebsten auf dem Hof der Feuerwache in Empfang nehmen. Nachdem das Gepäck ausgeladen war, war die Ferienfahrt 2017 endgültig für die Kids zu Ende. Für die Betreuer sollten die nächsten Tage jedoch noch arbeitsreich und stressig werden.

 

 

Nachbereitung

 

Zu einer Ferienfahrt gehören nicht nur Spaß und Action, sondern auch die etwas lästigen Aufgaben. So trafen sich die Betreuer am Montag bereits um 11:00 Uhr auf der Feuerwache um unteranderem den Gerätewagen-Logistik auszuräumen und dessen Einsatzbereitschaft wiederherzustellen. Nachdem sämtliche Boxen, Küchengeräte und Überbleibsel ausgeladen waren, begann eine Gruppe Betreuer damit diese im Keller zu sortieren und alles an seinen Platz zu stellen. Eine zweite Gruppe Betreuer widmete sich den Fahrzeugen, welche geputzt, ausgeräumt und getankt wurden. Auch die ersten Planen wurden gesäubert und in der Sonne getrocknet. In den nächsten Tagen werden neben dem Küchenzelt, welches gereinigt und getrocknet werden muss, auch weitere kleine Arbeiten anfallen.

 

 

Alle Bilder gibt es auch in unserer Bildergalerie.

 

 

 

 

 

Kommentare  

 
#2 Brami 2017-07-21 16:12
Hallo

Euch auch eine schöne Reise und viele Grüße aus dem Europa Park.

Michael
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#1 Uli 2017-07-18 14:51
Wir wollen Tim in seiner Kochjacke sehen :D
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